Leben

 

Von 1914 bis 1916 absolvierte Baur eine Ausbildung als Buchhändler, bevor er 1917 die Einberufung zum Ersten Weltkrieg erhielt, aus dem er 1918 nach einer Verwundung eine Woche vor Ausbruch der Novemberrevolution zurückkehrte.

Erste fotografische Tätigkeiten folgten ab 1924. 1928 gründete er ein Atelier und einen Ansichtskartenverlag in Wernigerode. 1930 absolvierte er die Gesellen- und Meisterprüfung und wurde in die Gesellschaft Deutscher Lichtbildner berufen. Ab 1933 machte er Bekanntschaft mit Hermann Hesse, der ein Sammler seiner Fotografien wurde, und bat ihn in ihrer Korrespondenz, für ihn einige Dinge in Berlin zu erledigen. 1934 zog Baur nach Potsdam, wo er bis 1953 lebte und arbeitete. 1944 entzog er sich als Gegner von Nazis und Krieg dem Einzug zur Wehrmacht durch Desertion nach Süddeutschland.

Nach dem Krieg gründete er 1946 erneut einen Ansichtskartenverlag. Es entstanden Architektur-, Industrie-, Sach-, Landschafts-, Porträt- und Werbeaufnahmen. Während dieser Zeit machte er auch die Bekanntschaft des Potsdamer Philosophen Otfried Eberz und der Schriftsteller Hermann Kasackund Werner Wilk sowie des Musikers Wilhelm Kempff. 1953 zog Baur mit der Familie von Potsdam nach Aschau im Chiemgau, verbunden mit einem wirtschaftlichen Neubeginn. 1954 gründete er dort einen Laden für Fotografie und betrieb ihn bis zu seinem Tod am 16. Dezember 1988. Fotografische Schwerpunkte dieser Zeit waren Aufnahmen bayerischer Landschaften und Barockkirchen, die Arbeiten der historischen Bildhauer Tilman Riemenschneider und Ignaz Günther sowie die Publikation von Kalendern und Büchern.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Baur_(Fotograf)